18.12.2008
Schimmelpilze in Innenräumen

Schimmelpilzsporen finden sich überall in der Innen- und Außenluft. Das ist normal und nicht von vornherein bedenklich.
Kritisch wird es allerdings, wenn technische Anlagen, die eigentlich für ein besseres Innenraumklima sorgen sollen, die Pilzsporen aktiv ins Gebäude leiten und zu einer zu hohen Belastung führen. Zentrale Lüftungs-, Klimaanlagen und speziell Luft-Erdwärmetauscher können bei fehlerhafter Konstruktion oder ungenügender Wartung leicht zur gefährlichen Sporenschleuder werden und damit das Gesundheitsrisiko für Gebäudenutzer und Bewohner deutlich erhöhen.

Das Problem der Schimmelpilzbelastung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nicht nur in Wohnräumen sondern zunehmend auch in öffentlich genutzten Gebäuden, wie Schulen, Krankenhäusern, etc. kommt es aufgrund von Bausubstanzmängeln, Klimawandel und verändertem Nutzerverhalten immer häufiger zu einem Befall.

Mikroskopisch kleinen Schimmelpilz Sporen oder manchmal Bruchstücke von Schimmelpilz Organismen können eine Allergie bei empfindlichen Personen auslösen.

Das komplexe Problem des Schimmelbefalls zu übersehen oder mit Chemikalien „wegzusprühen“ löst das Problem nicht. Im Bereich der Sanierung befallener Räume gibt es zudem eine Vielzahl von Vorschriften, die zu beachten sind.

Unternehmen sind im Fall eines Schimmelbefalls verpflichtet, ihre Angestellten über Risiken, Gesundheitliche Auswirkungen und Arbeitsschutzmaßnahmen zu informieren. Hauseigentümer haben Bewohner und Nutzer von entsprechend befallenen Räumen zu unterrichten, ob und welche potentiellen Gefahren vorhanden sind.